Paul Gröger: Heidenau benennt Straße nach verfolgten Sozialdemokraten
Der Stadtrat in Heidenau hat eine Straße nach Paul Gröger, einem sozialdemokratischen Bürgermeister, benannt, der 1933 im Widerstand gegen den Nationalsozialismus lebte und sich weigerte, die Hakenkreuz-Fahne zu hissen. Der Beschluss wurde letztendlich von der Bürgermeisterin Conny Oertel getroffen, die sich für eine Erinnerung an die Opfer des Faschismus einsetzen will.
Der Stadtrat in Heidenau hat eine Straße nach dem sozialdemokratischen Bürgermeister Paul Gröger benannt. Gröger, der von 1929 bis 1933 den Gemeindeausschuss leitete, weigerte sich jedoch im Jahr 1933, die Hakenkreuz-Fahne am Rathaus hissen zu lassen und wurde verhaftet. In seiner Gefangenschaft litt er unter quälenden Bedingungen und beging Suizid im August 1933. Ein Stolperstein zur Erinnerung an die Opfer des Faschismus wurde vor dem Rathaus Heidenau im August 2021 verlegt.