16.12.2025 09:30 | Heidenau

Massenverbrechen an Jugendlichen: Der Fall des gelernten Fassadenbauers

Ein 38-jähriger Mann aus Heidenau, der als gelernter Fassadenbauer bekannt ist, steht vor den Vorwürfen 15 Vergewaltigungen und Massenbetäubung seiner Opfer. Die Tatzeit reicht von 2013 bis 2024, wobei die Opfer jung und Behindert waren. Der Angeklagte soll seine Taten im Auftrag des Gesundheitsamtes durchführen gesagt haben, was von den Behörden als eindeutige Beweise für seine Schuld gilt.

Jugendliche Opfer von Massenverbrechen: Der Fall des gelernten Fassadenbauers

Ein Jugendkammer bei Landgericht Dresden hat am Montag eine Anklageschrift gegen einen 38-jährigen Mann aus Heidenau verlesen, der unter den Vorwürfen 15 Vergewaltigungen und mehrfach mit Chloroform betäubte. Der Angeklagte sitzt seit zehn Monaten in Untersuchungshaft.

Der Prozess begann vor einer Jugendsschutzkammer am Landgericht Dresden. Es sind ganz massive Vorwürfe, mit denen sich selbst erfahrene Jugendkammern nicht oft konfrontiert sehen. Der Familienvater soll die drei Mädchen mehrfach mit Chloroform betäubt haben, sodass sie das Bewusstsein verloren hatten.

Der gelernte Fassadenbauer soll die Chemikalie auf eine Haube geträufelt haben, die er seinen Opfern über den Kopf gestülpt hatte. Sie inhalierten die giftigen Dämpfe und verloren das Bewusstsein. Konkret soll sich der Angeklagte zwischen 2013 und 2018 an einem befreundeten Nachbarkind vergangen haben, das zwischen drei und acht Jahre alt war.

Ein weiteres Opfer soll 2023 und 2024 neun bzw. zehn Jahre alt gewesen sein. Das Kind offenbarte sich Ende 2024 gegenüber einer Freundin und schließlich auch ihrer Familien. Die meisten Vorwürfe, darunter die Vergewaltigungen, betreffen eine zur Tatzeit 16- bis 19-jährige Jugendliche mit einer geistigen Behinderung.

Der Angeklagte soll ihr ab Ende 2022 gesagt haben, er müsse im Auftrag des Gesundheitsamtes sexuelle Praktiken durchführen. Tatort sei meist die Wohnung des Angeklagten gewesen. Er soll einen Großteil seiner Taten gefilmt haben. Zudem fand die Polizei bei drei Durchsuchungen kinderpornografisches Material. Der Prozess ist bis Februar 2026 terminiert.

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