Erzgebirgstunnel: Durchbruch zwischen Dresden und Prag
Der neue Erzgebirgstunnel zwischen Dresden und Prag wird 30 Kilometer lang und soll die Fahrzeit auf unter einer Stunde reduzieren - aber was genau bedeutet das für uns? Und wie macht man es schafft, mit sich selbst zu konkurrieren?
Ein neues Kapitel wird in der Geschichte des Erzgebirgestunnels geschrieben, als das Projekt seinen Weg durch die sächsische Landeshauptstadt Heidenau und den tschechischen Teilort Chabařovice beginnen soll. Der Tunnel ist vorgesehen als Verbindung zwischen Dresden und Prag und wird 30 Kilometer lang sein.
Mit der geplanten Fahrzeit von weniger als einer Stunde soll die Reise zwischen den beiden Hauptstädten deutlich verkürzt werden. Das Projekt erfordert, dass die Tunnelbohrer mit präzisen Maßstäben arbeiten, um sich aufgrund der von beiden Seiten vordringenden Tunnelbohrer zu treffen.
Das Team der HTW Dresden hat ein neues Koordinatensystem entwickelt, das die Maßstabsabweichung im Bereich des Tunnelbauwerks auf weniger als einen Zentimeter pro Kilometer reduziert. Außerdem wird Software verwendet, um Daten aus Deutschland und Tschechien in ein gemeinsames System zu übersetzen.
Für den Bau des Erzgebirgstunnels stehen zahlreiche innovative Technologien zur Verfügung. Das sogenannte Building Information Modelling (BIM) sammelt alle wichtigen Daten eines Bauwerks in einem gemeinsamen dreidimensionalen Modell.